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Quatsch für Mutter Helga: Fromms Helfer

Eine Kolumne von Karl Heinz Hoffmann

Kurz vor dem Ende des 20. Jahrhunderts hat der Antifa-Apologet Rainer Fromm das bereits bestehende Überangebot an wirklichkeitsfremder Antifa-Literatur zum Thema „Wehrsportgruppe Hoffmann“ vorsorglich auf alterungsbeständigem säurefreiem Papier um 567 Seiten erweitert. Das säurefreie Papier wird die Zeiten ungebührlich lange überdauern, ob die darauf gedruckten fehlgehenden Analysen auf ewig standhalten können, ist eine andere Frage.

Der Autor will sein Werk als Beitrag zur Geschichte des deutschen Rechtsextremismus verstanden wissen und nennt es kühn:

Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“: Darstellung, Analyse und Einordnung.

Was bei nur oberflächlicher Betrachtung schlüssig erscheint, erweist sich bei genauerem Hinsehen als völlig neben der Sache liegend. Dabei will ich nicht verkennen, dass Rainer Fromm auch vereinzelt zu richtigen Erkenntnissen gelangte, die im krassen Gegensatz zum Mainstream des Quellenmaterials stehen und mit denen er interessanterweise gelegentlich seine eigenen Thesen widerlegt.

Auf einem der nicht nummerierten Vorsatzblätter steht:

„Für meine Mutter Helga“.

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(Der Mutter gedankt: Rainer Fromm)

Man darf annehmen, dass sie vom Autor, im Gegensatz zu mir, voll zufrieden gestellt werden konnte. Das Buch hat ja genug öffentliche Anerkennung gefunden und wohl auch genug Geld eingebracht.

Bevor Fromm in medias res geht, dankt er noch seinen Kindern Nathalie und Nils ausdrücklich für die Geduld mit der sie akzeptierten, dass er einen Sommer lang fürs Freizeitprogramm ausfiel. Ist das nicht lieb? Aber Fromm ist nicht nur lieb, er ist zuweilen auch erstaunlich ehrlich. Offen räumt er ein, dass er ohne die Unterstützung seiner Frau Barbara Kembach, die ihm bei den Formulierungen half, sein Buch niemals hätte schreiben können. Immerhin war das hier in Rede stehende Werk eine Dissertation.

Ich habe immer geglaubt ein Doktorand müsse seine Dissertation selbst, ohne fremde Hilfe formulieren.

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(Unser Kolumnist: Karl Heinz Hoffmann)

Auf dem nicht nummerierten Blatt vor Seite 7 bedankt sich Rainer Fromm bei acht namentlich aufgeführten Personen für die Unterstützung bei der inhaltlichen Abfassung seines Werkes. Darunter Ulrich Chaussy und Dr. Jörg Schwalm.

Wenn man von Ulrich Chaussy abschreibt, kann, sofern es um gesellschaftspolitische Belange geht, nichts Vernünftiges dabei herauskommen. Chaussy ist bei seinen antifaschistischen Traktaten nie über die Entwicklung und Pflege waghalsiger Verdachtstheorien hinausgekommen.

Der, später zum Generalstaatsanwalt avancierte ehemalige Staatsanwalt Dr. Jörg Schwalm hat sich Jahrzehnte lang als mein persönlicher Gegner begriffen. Er hat nie vergessen können, dass ich ihm einmal anlässlich einer ungerechtfertigten Festnahme ins Gesicht gespuckt habe.

Ein paar Jahre später spielte er im Saal 600 natürlich sehr engagiert den Ankläger.

(Anmerkung der Redaktion: Das ist die erste Folge einer Kolumne, die mehrmals wöchentlich erscheinen und hoffentlich bis Weihnachten die Irrtümer und Minderleistungen der Dissertation von Rainer Fromm aufarbeiten wird; Bildgestaltung und Bildunterschriften von der Redaktion)

 

2 Gedanken zu „Quatsch für Mutter Helga: Fromms Helfer“

  1. vonstein sagt:

    Sehr schön. Man freut sich darauf, und es wird das sündhaft teuere Geld, welches man für diese „Dissertation“ über den Tresen schieben musste, kompensiert.

  2. admin sagt:

    Es gibt darin durchaus auch Lichtblicke, insbesondere was die gelegte Bologna-Spur zu Hoffmann, Fiebelkorn und Hepp durch den italienischen Militärgeheimdienst betrifft.

    Licht und Schatten… Beides vorhanden.

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