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Die Libanonintrige: Auftakt zum Oktoberfest III

Juli 2015, das Weltnetz, unendliche Weiten

Zum Abschluss unserer kleinen Serie liefern wir heute eine kurze Gesamteinschätzung der Vorgeschichte des Oktoberfestattentats. Hoffmann war im Frühjahr 1980 von Udo Albrecht in den Libanon gelockt worden, auf Veranlassung einer privaten Seilschaft innerhalb der deutschen Sicherheitsbehörden. Als erpressbarer Straftäter hatte sich Albrecht gegenüber dem Privatagenten Werner Mauss zur Kontaktaufnahme mit Hoffmann bereit erklärt, um viel später, in bundesdeutscher Haft, gegenüber Innenminister Baum einzuräumen, man habe ihn in dieser Sache benutzt.

Nach dem Scheitern des Auftrags an Albrecht, Hoffmanns Gruppe im Libanon zu zersetzen und Albrechts Inhaftierung in der BRD im Sommer 1980, explodierte Ende September auf der Teresienwiese in München eine Bombe. Rein zufällig sollte am Abend des Anschlags ein Fahrzeugkonvoi Hoffmanns an München vorbeiziehen. So jedenfalls das „Wissen“ der Ermittler…

Tatsächlich war der Konvoi aber durch technische Gebrechen am Losfahren gehindert worden und die Verdachtsmomente gegen Hoffmann fielen dünn aus. Der Abteilungsleiter im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, Hans Langemann, geriet in der Folge zwar unter Druck, vermochte sich aber vorläufig noch durch diverse Ermittlungsverfahren und Untersuchungsausschüsse hindurch zu schwindeln…

Fortsetzung folgt.