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Gestern vor 35 Jahren!

Zehlendorf, 27. September 2015

Gestern vor 35 Jahren sind im Umfeld einer miesen geheimdienstlichen Intrige, die vielen Menschen das Leben gekostet oder vergiftet hat, Wellen der Staatspropaganda losgetreten worden. Für dieses Verbrechen gibt es keine Rechtfertigung, und es gibt nach wie vor keine Rechtfertigung dafür, durch psychologische Kriegsführung Hintermänner zu schützen und Unschuldige zu verdächtigen.

Die Erhaltung der politischen und militärischen Allianzen der so genannten Bundesrepublik Deutschland ist auch keine legitime Rechtfertigung für die Beschäftigung von Ermittler-Darstellern und die Finanzierung von Schweinejournalisten.

So etwas darf sich ein Volk nicht gefallen lassen. Mord und mörderische Lüge verjähren nicht.

1

(Bericht des Generalbundesanwalts an das Bundesministerium des Inneren, 30.9. 1980; offene Lüge)

Wir wissen, dass Köhler auch unangekündigt bei Bekannten in München und Umgebung erschienen ist. Das wussten die Ermittler sofort, nach den ersten Vernehmungen.

Welche Kontakte hatte Gundolf Köhler kurz vor dem Anschlag in München wirklich? Wer hat sich um den Burschen bemüht, der als Täter nicht in Frage kommt?

Warum ist immer nur von seinen gescheiterten Freundschaften zu jungen Mädchen die Rede und nie von den Adressen leer stehender Doppelhaushälften im noblen Geiselgasteig, über die Isar nur wenige Kilometer Luftlinie von der BND-Zentrale in Pullach entfernt?

Was hätte Köhler dort zu suchen gehabt?

2

(Bericht des Generalbundesanwalts an das Bundesministerium des Inneren, 30.9. 1980; offene Lüge)

Warum wird bis heute über Köhlers Kontakte so schamlos gelogen? Warum wird bis heute so getan, als ob man diese Kontakte nicht vollständig ermitteln hätte können? Führten diese Spuren in die „bessere Gesellschaft“ Münchens, dorthin, wo kein deutscher Ermittler unter der Fuchtel der NATO zugreifen darf?

Dorthin, wo das Geld ist und keine Fragen mehr gestellt werden?

Möge dieses Milieu der Teufel holen.